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Kurs Nordwest: Warum Ameland der perfekte Pfingst-Ausflug ist
MartinF
MartinF Mitglied seit Mai 2026

Kurs Nordwest: Warum Ameland der perfekte Pfingst-Ausflug ist

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MartinF MartinF
🌍ZiellandNiederlande
🛫StartplatzEDKB - Bonn-Hangelar
🛬ZielflugplatzEHAL - Ameland
✈️FlugzeugtypAP32
📅Datum03.06.2026

Kurs Nordwest: Warum Ameland der perfekte Pfingst-Ausflug ist

Über diesen Flug

Am Pfingstmontag die Nase Richtung Küste zu drehen, ist ungefähr so originell wie Stau auf der A1. Schon am frühen Morgen glüht der Funk bei FIS mit Piloten, die alle dieselbe Idee haben. Wer aber vom Süden kommend hinter dem Ruhrgebiet elegant nach Nordwesten abbiegt, lässt den Trubel schlagartig hinter sich. Im holländischen Luftraum ist es plötzlich so entspannt, dass selbst die traditionell wortkargen Lotsen von Dutch MIL geradezu redselig werden.

Vom auf den ersten Blick komplexen Luftraum-Puzzle der Niederlande sollte man sich ohnehin nicht abschrecken lassen. Das gilt besonders für den Trip nach Ameland (EHAL): Der führt im Grunde schnurstracks und völlig stressfrei direkt an die Küste. Texel (EHTX) – ebenfalls eine absolute Empfehlung – wäre fliegerisch ein klein wenig anspruchsvoller, aber natürlich auch machbar.

Beide Plätze, sowohl EHTX als auch EHAL, sind zwar Grasplätze, aber von der feinsten Sorte: perfekt gepflegt, topfeben und mit einer Piste gesegnet, die sich anfühlt wie ein grüner Teppich. Die landesübliche Landegebühr von rund 25 Euro muss man zwar schlucken, verbucht sie aber rasch als verdammt gut investiert.

Dann heißt es: rein in den Sattel! Mit den obligatorischen Mieträdern geht es quer über die überraschend weitläufige Insel. Im Inneren ist Ameland herrlich ländlich geprägt – vorbei an Windmühlen, weidenden Pferden und Schafen rollt man durch blitzsaubere, charmante Ortschaften. Das Schöne hier: Anders als bei manch ostfriesischem Pendant hat man nie das Gefühl, in einer reinen Tourismus-Kulisse gelandet zu sein. Hier atmet man echtes Inselleben. Die Strände? Ein Traum aus weißem Sand. Und das Meer war für einen Mai-Tag schon erstaunlich gnädig – zumindest sprang mein Begleiter todesmutig direkt in die Fluten.

Mit jeweils rund zwei Stunden Flugzeit pro Leg blieb uns ein entspanntes Zeitfenster von sechs Stunden auf der Insel. Kein Hetzen, kein Stress. Zahlreiche gemütliche Restaurants und Cafés laden zum Boxenstop für die Crew ein – und sollte der Flieger selbst vor dem Rückflug dürsten: Sprit gibt es am Platz auch.

Ameland ist ein echter Geheimtipp und ab sofort mein ganz persönlicher Favorit unter den Nordseeinseln.